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Gefälschte iPhone-Ladegeräte und -Kabel per Akkutest erkennen

Der Markt für gefälschtes Zubehör kostet Verbraucher Millionen und kann Geräte beschädigen. Ein 30-Minuten-Test mit Amperes 4 zeigt dir genau, was dein Kabel liefert.

Bei einer Untersuchung im Auftrag des britischen Chartered Trading Standards Institute fielen 2016 99 % von 400 online gekauften gefälschten Apple-Ladegeräten bei einem einfachen Sicherheitstest durch. Viele solcher Kabel und Ladegeräte sind als „Apple-kompatibel“ gekennzeichnet oder behaupten sogar eine MFi-Zertifizierung. Die Gefahr reicht von langsamem Laden bis zur Brandgefahr – und mit bloßem Auge ist der Unterschied oft nicht zu erkennen. Mit Amperes 4 schon.

Warum gefälschtes Zubehör ein echtes Problem ist

Gefälschte Lightning-Kabel enthalten häufig minderwertige Kupferleitungen, schlecht gefertigte MFi-Authentifizierungschips und Stecker mit falschen Widerstandswerten. Das Ergebnis: Sie lassen gerade genug Strom fließen, um das „Laden“-Symbol auszulösen, liefern aber nur einen Bruchteil der angegebenen Geschwindigkeit. Schlimmer noch: Nicht zertifizierte Ladegeräte sparen sich entscheidende Sicherheitsbauteile und bergen so das Risiko von Kurzschlüssen und Überhitzung.

Der mA-Test: So verraten sich Fälschungen

Führe mit dem verdächtigen Zubehör einen vollständigen Test mit Amperes 4 durch und lass ihn die rund 30 Minuten durchlaufen, die unter iOS 17 und neuer für ein genaues Ergebnis nötig sind. Wiederhole den Test anschließend mit einem nachweislich echten Apple-Kabel. Der zu Beginn angezeigte vorläufige Wert ist sehr ungenau – vergleiche nur die Endergebnisse abgeschlossener Tests. Der Unterschied zwischen echt und gefälscht ist oft drastisch:

  • Echtes Apple-Kabel (USB-C auf Lightning) + 20-W-Ladegerät: 1.800–3.000 mA
  • Gefälschtes „Apple“-Kabel + dasselbe 20-W-Ladegerät: 400–900 mA
  • Echtes Apple-Kabel (USB-A auf Lightning) + 12-W-Ladegerät: 1.000–1.600 mA
  • Gefälschtes Kabel + dasselbe 12-W-Ladegerät: 300–700 mA

Die dünnen Leiter mit hohem Widerstand im gefälschten Kabel können den angegebenen Strom physikalisch nicht transportieren. Das Ladegerät wäre bereit – das Kabel nicht.

Warnzeichen in den Zahlen

  • mA-Wert unter 600 mA an einem Netzteil mit 12 W oder mehr – verdächtige das Kabel.
  • mA-Wert, der exakt bei einer runden Zahl gedeckelt ist (z. B. immer 500 mA) – kann auf eine Fälschung mit Widerstandsbegrenzung hindeuten.
  • Stark schwankender Wert (zwischen 300 und 1.200 mA) – schlechter Kabelkontakt oder scheiternde Aushandlung mit einem gefälschten MFi-Chip.
  • Kein USB-PD-Handshake: Ein echtes Apple-USB-C-Kabel handelt mit einem 20-W-Ladegerät den Schnelllademodus aus; Fälschungen scheitern daran oft.

Sind MFi-zertifizierte Kabel von Drittanbietern zuverlässig?

Seriöse MFi-zertifizierte Kabel (Made for iPhone/iPad) renommierter Marken wie Anker, Belkin und AmazonBasics schneiden fast so gut ab wie echte Apple-Kabel. Das MFi-Programm verlangt, dass die elektrischen und sicherheitstechnischen Standards von Apple erfüllt werden. In Tests mit Amperes 4 liefern zertifizierte Kabel von Drittanbietern typischerweise Werte innerhalb von 5–10 % der Leistung von Original-Apple-Kabeln. Das entscheidende Wort ist „seriös“ – viele Verkäufer behaupten fälschlicherweise, MFi-zertifiziert zu sein.

Den vollständigen Test abwarten

Starte einen Amperes-4-Test immer, wenn du ein neues Kabel oder Ladegerät bekommst – bedenke aber, dass der sofort angezeigte vorläufige Wert unter iOS 17 und neuer sehr ungenau ist. Verlässlich ist nur das Ergebnis nach dem vollständigen Test von rund 30 Minuten. Liegt dieses Endergebnis deutlich unter dem, was du für die Wattzahl deines Ladegeräts erwartest, höre auf, das Zubehör zu benutzen. Es bringt dir keinen Nutzen und ist womöglich unsicher.

Warum Originalzubehör auch eine Frage der Sicherheit ist

Über die Geschwindigkeit hinaus ist die Sicherheit der wichtigste Grund, zertifiziertes Zubehör zu verwenden. Gefälschten Ladegeräten fehlen regelmäßig Überspannungsschutz, Überstromschutz und ein ordentliches Wärmemanagement. Die USB-C-Netzteile von Apple und MFi-zertifizierte Ladegeräte haben mehrere Schutzebenen. Die paar Dollar, die du bei einem gefälschten Ladegerät sparst, sind das Risiko für dein iPhone – und für dein Zuhause – nicht wert.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein gefälschtes Kabel mein iPhone beschädigen?

Ja. Das MFi-Authentifizierungssystem von Apple verhindert zwar bei manchen gefälschten Kabeln jedes Laden, doch viele Fälschungen bestehen den Handshake und haben trotzdem unzureichende Widerstandswerte und eine mangelhafte Isolierung. Mit der Zeit führt das zu unregelmäßiger Spannungsversorgung, die den Akku belastet. Gefälschte Ladegeräte sind riskanter – sie können Spannungsspitzen liefern, die den Ladechip in deinem iPhone beschädigen.

Wie viel weniger Leistung liefern gefälschte Kabel typischerweise?

In unseren Tests liefern gefälschte Lightning-Kabel unter gleichen Bedingungen typischerweise 30–70 % weniger Strom als echte Apple-Kabel. Ein echtes Apple-USB-C-auf-Lightning-Kabel mit einem 20-W-Ladegerät zeigt in Amperes 4 vielleicht 2.400 mA; bei einer gefälschten Variante desselben Aufbaus sind es oft nur 600–1.000 mA.

Sind MFi-zertifizierte Kabel von Drittanbietern so gut wie Apple-Kabel?

Ja, wenn sie tatsächlich MFi-zertifiziert sind. Marken wie Anker, Belkin, Mophie und Nomad liegen in Amperes-4-Messungen durchweg innerhalb von 5–10 % der Leistung von Original-Apple-Kabeln. Die MFi-Zertifizierung setzt echte elektrische Tests voraus, deshalb sind seriös zertifizierte Kabel eine sichere und oft langlebigere Alternative zu den Kabeln von Apple.

Welcher mA-Wert deutet auf ein gefälschtes Kabel hin?

Mit einem USB-C-Ladegerät ab 20 W sollte ein echtes USB-C-auf-Lightning-Kabel bei einem Akkustand von 20–60 % mindestens 1.500 mA liefern. Jeder Wert unter 800 mA deutet bei diesem Aufbau stark entweder auf ein gefälschtes Kabel oder auf ein defektes bzw. gefälschtes Ladegerät hin. Tausche in Amperes 4 jeweils nur eine Komponente aus, um herauszufinden, welche schuld ist.

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